Stadt Lübbecke

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23.07.2004

15 Jahre Städtepartnerschaft Tiszakécske - Lübbecke

"15 Jahre Städtepartnerschaft Tiszakécske-Lübbecke sind 15 Jahre Austausch, sind 15 Jahre Kontakt, sind 15 Jahre gemeinsame Projekte", mit diesen Worten brachte es Bürgermeister Gerhard Bösch auf den Punkt. Die seit 15 Jahren bestehende Städtepartnerschaft ist eine Freundschaft geworden, das hat sich in den letzten Tagen wieder eindrücklich bestätigt: Eine große Delegation aus Tiszakécske mit Bürgermeister Ernö Kovács, Künstlern und der Zithergruppe TISZA 83 war zu Gast in der Stadt am Wiehen. Erstmals war auch eine kleine Delegation aus der rumänischen Partnerstadt Tiszakécskes, Gyimesfelsölok, mit Bürgermeisterin Piroska Bodor dabei.

Gleich am ersten Tag unternahmen die Gäste einen Ausflug in das kleine Moor- und Schwefelbad Senkelteich bei Vlotho, wo sie interessante Einblicke in den Kurbetrieb dieses Bauernbades gewinnen konnten. Interessant deshalb, weil Tiszakécske selbst Thermalquellen und die entsprechende Infrastruktur besitzt. Weiter ging es dann zum Salz- und Zuckerland in Bad Oeynhausen, wo die Besucher in der Zuckerbäckerei - mit mehr oder weniger großem Erfolg - selbst Lollies und Bonbons herstellen können.

Am nächsten Tag wurden die Besucher im Rathaus durch den Bürgermeister offiziell empfangen und anschließend von Stadtarchivar Helmut Hüffmann fachkundig durch die Innenstadt geführt. Mittags wurden die Gäste dann vom Ärztlichen Direktor Dr. Dettmar und seinem Kollegen Dr. Polith herzlich im Krankenhaus begrüßt. Nach dem Mittagessen bestand dann noch Gelegenheit, hinter die Kulissen der Klinik zu blicken. Da sich kein freiwilliges "Opfer" unter den Besuchern fand, konnte die Funktionsweise des modernen Nierensteinzertrümmerers und des Computer-Tomographen nur unter etwas praxisfremden Bedingungen bestaunt werden. Insbesondere die Gäste aus Rumänien waren beeindruckt vom hohen medizinischen Standard des Krankenhauses. Einem Mitglied der Delegation, der zuhause operiert worden war, wurden schnell noch ein paar Fäden gezogen - dann ging es schon weiter nach Minden, wo bereits Kaiser Wilhelm II. wartete. Und hier am Kaiser-Wilhelm-Denkmal schien dann zum ersten Mal die Sonne und ermöglichte so eine fantastischen Blick über Minden und Porta Westfalica.

Am dritten Tag spielte die Zithergruppe in der Fußgängerzone auf und machte schon einmal auf die Kunstausstellung aufmerksam, die am Nachmittag im Speicher am Burgmannshof eröffnet wurde. Die Werke der Künstler Béla Gyalai, Lajos Bardócz und Hendrik Schmalhorst aus Tiszakécske sind noch bis 17. August zu sehen. Danach wird die Delegation, die vom 18.-24. August zum Gegenbesuch nach Tiszakécske fährt, die Bilder wieder mitnehmen. Wer noch Lust und Zeit hat, mitzufahren, sollte sich kurzfristig bei der Stadtverwaltung unter Telefon (05741) 276-132 oder -138 melden.

Die für den Abend geplante Montgolfiade im Rahmen des LandArt-Festivals fiel leider buchstäblich in's Wasser. Aber beim Auftritt der Zithergruppe im Museumshof Rahden hatte man wieder Glück, erst am Abend setzte der Regen wieder ein. Doch das störte niemanden, denn am Abend wurde im Trockenen in Barre's Brauwelt Abschied gefeiert.

Bürgermeister Gerhard Bösch dankte allen, die sich auf beiden Seiten für die Städtepartnerschaft einsetzen und die Partnerschaft lebendig halten "mit Kopf, Hand und vor allem mit Herz!". Bürgermeister Ernö Kovács lobte die guten Beziehungen und überreichte als Gastgeschenk ein Ölgemälde des Malers Jánosi Sándor. Auch Bürgermeisterin Piroska Bodor bedankte sich für die herzliche Gastfreundschaft mit einem Bild in Ölkreide und lud eine kleine Delegation in ihre Stadt ein.