Stadt Lübbecke

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25 Jahre Einsatz für den Badespaß in Lübbecke

Frank Knickmeier (42) feiert sein silbernes Dienstjubiläum

Lübbecke. Ein besonderes Dienstjubiläum begeht in diesen Tagen einer, den viele als gute Seele der Lübbecker Bäder kennen: Seit 25 Jahren ist Frank Knickmeier in verschiedenen Funktionen für das Gehlenbecker Freibad wie das Lübbecker Hallenbad tätig. In diesem Vierteljahrhundert ist ein besonderes Verhältnis zum Arbeitsplatz und seinen Gästen entstanden. Vor allem mit der hart gesottenen Stammkundschaft verbindet Frank Knickmeier eine große Vertrautheit. Die „Frühschwimmer“, denen kein Tag in der Saison zu kalt oder zu regnerisch wäre, als dass er ihnen den Freibadbesuch vermiesen könnte, sind Knickmeier ans Herz gewachsen. „Diese Beziehung ist mit Arbeit allein nicht zu erklären“, sagt der Jubilar.

Bürgermeister Frank Haberbosch und WBL-Geschäftsführer Dirk Raddy, die im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Jubiläumsurkunde und ein kleines Präsent überreichten, würdigten dieses besondere Verhältnis zu den Badegästen als „unverwechselbaren Charakter“, der das gesamte Team der Lübbecker Bäderbetriebe auszeichne. „Die familiäre Wohlfühlatmosphäre ist unser größtes Pfund, und Frank Knickmeier hat einen ordentlichen Anteil daran“, so der Bürgermeister.

Knickmeiers Werdegang verdient durchaus die Bezeichnung „Karriere“: 1992 mit einer Ausbildung zum Schwimmmeistergehilfen angefangen, ist der 42-Jährige heute einer von zwei Bäderbetriebsleitern, verantwortlich für die technischen und konzeptionellen Belange des Lübbecker Hallen- und des Gehlenbecker Freibades. So sind etwa die jüngsten Neuerungen wie die Freibadübernachtung für Familien, das kulinarische Freibadfest „Chill & Grill“ oder das Hundeschwimmen zum Saisonabschluss, das dieses Jahr erstmals stattfinden wird, allesamt Knickmeiers Ideen.

Nach einer Unterbrechung durch Zivildienst und rund einjährige Beschäftigung in seiner Geburtsstadt Bünde kehrte Knickmeier 1997 in den Dienst der Stadt Lübbecke zurück und absolvierte später die achtmonatige Weiterbildung zum staatlich geprüften Meister für Bäderbetriebe. Als solcher übernahm er dann zum 1. September 2001 die stellvertretende Leitung des Bäderbetriebs. Nach einer Qualifizierung zum Technischen Betriebswirt teilt er sich seit 2015 die Leitung der Bäder mit Thorsten Keiser.

Nach der Schule wollte der Vater einer heute fünfjährigen Tochter, der mit seiner Familie in Kirchlengern lebt, eigentlich Koch werden. Davon übrig geblieben sei die Liebe zum Essen, bekennt der Gemütsmensch mit einem Augenzwinkern: „Die sieht man mir schon an und auch, dass die Herren aus ‚Baywatch‘ nicht so sehr meine Vorbilder sind.“ Dabei hätte er sich durchaus so eine orangerote Badehose in der Machart der US-Fernsehserie verdient, als er zum Beispiel vor Jahren einer Dame aus einer akuten Notlage in Folge eines Gefäßleidens half.

„Ich war gerade dabei, die Tauchausrüstung anzulegen, um die Beckenfliesen zu schrubben, als mir auffiel, dass eine Frau unter dem Einmeter-Brett nach Halt suchte“, erzählt Knickmeier. Er eilte hin, half ihr aus dem Wasser und rief den Notarzt. Die Geschichte hat ein Happy End, das darin besteht, dass auch die Dame weiterhin Freibad-Jubiläen feiern kann: „Sie kommt bis heute jeden Tag zum Schwimmen zu uns“, weiß Frank Knickmeier zu berichten.