Stadt Lübbecke

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18.01.2018

Akutwarnung vor Sturmtief »Friederike«

Höchste Windgeschwindigkeiten in den Nachmittagsstunden erwartet / Voraussichtlich Sperrungen der K60 und L803 / Schulen schließen nach der sechsten Stunde

Lübbecke. Nachdem der Deutsche Wetterdienst in Erwartung des Sturmtiefs „Friederike“ in den Morgenstunden die höchste Unwetterwarnstufe „violett“ ausgerufen hat, treffen die Stadt Lübbecke und die Freiwillige Feuerwehr Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur. Auf der Feuerwache Lübbecke ist eine Örtliche Einsatzleitung eingerichtet. Im Laufe des Vormittages werden Kräfte sukzessive in Bereitschaft alarmiert, um mögliche Schadensereignisse zügig abarbeiten zu können.

Aufgrund der Erfahrungen früherer Stürme werden die Überfahrten über das Wiehengebirge zwischen Obermehnen und Oberbauerschaft (K60) sowie zwischen Nettelstedt und Schnathorst (L803) aller Voraussicht nach spätestens ab 14 Uhr gesperrt. Die Sperrungen werden so lange aufrechterhalten, bis aufgrund der Wetterentwicklung Entwarnung gegeben werden kann. Die Feuerwehr weist vorsorglich darauf hin, dass bei Missachtung der Straßensperren eine schnelle Hilfe in Notlagen möglicherweise nicht gewährleistet werden kann.

Inwiefern der Öffentliche Personennahverkehr vom Sturm betroffen sein wird, kann zur Stunde noch nicht verlässlich vorhergesagt werden. Weil aber mit Beeinträchtigungen und Ausfällen zu rechnen ist, sollten insbesondere Eltern von Schulkindern, die normalerweise mit dem Bus fahren, sich darauf einstellen.

Das Wittekind-Gymnasium und die Stadtschule Lübbecke werden den Unterricht nach der sechsten Stunde (13 Uhr bzw. 12.50 Uhr) beenden. Die übrigen Schulen treffen derzeit Vorkehrungen für eine geordnete Abholung sowie eine mögliche Versorgung und Betreuung der Schüler über Unterricht und Ganztagsbetreuung hinaus, falls aufgrund der Verkehrslage eine Heimfahrt beziehungsweise Abholung der Schüler behindert sein sollte. Allen Eltern ist überdies grundsätzlich freigestellt, ihre Kinder vorzeitig aus dem Unterricht abzuholen. Die Schulen sind angewiesen, keine Kinder allein nachhause gehen zu lassen.

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert bis in die Abendstunden Sturm aus Südwest bis West, der zeitweise Orkanstärke mit Spitzenböen von 110 bis 140 km/h erreichen könnte. Bei diesen Windgeschwindigkeiten ist der Aufenthalt im Freien lebensgefährlich. Die Feuerwehr bittet deshalb darum, wenn eben möglich zuhause zu bleiben und unnötige Autofahrten unbedingt zu unterlassen.

Empfohlene Schutzmaßnahmen im Überblick:

• Bleiben Sie möglichst zu Hause.

• Schalten Sie ein lokales Radioprogramm (ggf. Batterie-/Akkubetrieb sicherstellen) und/oder das Fernsehen an oder informieren Sie sich im Internet über Hinweise zum Katastrophenschutz.

• Wenn Sie unbedingt Autofahren müssen, meiden Sie Straßen durch Waldgebiete und informieren Sie Ihre Familie oder Bekannte über Fahrtantritt und Fahrtziel.

• Stellen Sie sich auf massive Verspätungen von Bussen und Bahnen, teils auch auf Totalausfall von öffentlichen Verkehrsmitteln ein.

• Sichern Sie Gegenstände, die vom Wind beschädigt oder losgerissen werden können, insbesondere auf Terrassen und Balkonen.

• Klettern Sie nicht auf Dächer und berühren Sie keinesfalls herabhängende Leitungen oder Metallteile beschädigter oder umgestürzter Strommasten.

• Stellen Sie sicher, dass Sie eine Taschenlampe und einen ausreichenden Vorrat an Trinkwasser haben.

• Bitte behindern Sie auf keinen Fall Rettungs- und Katastrophenschutzmaßnahmen.

• Nachbarschaftshilfe: Wenn möglich, vergewissern Sie sich, ob kranke oder pflegebedürftige Menschen in Ihrer Nachbarschaft versorgt werden müssen.