Stadt Lübbecke

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27.02.2004

Betriebswirtschaftliche Situation der Lübbecker Freibäder

In den letzten Wochen wurde wiederholt von Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens behauptet, die Stadt Lübbecke hätte falsche Informationen hinsichtlich des Zuschussbedarfs der Lübbecker Freibäder herausgegeben, um das Bürgerbegehren zu beeinflussen. Diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage und ist falsch.

Zwei Faktoren bestimmen die Wirtschaftlichkeit und das Betriebsergebnis von Freibädern wesentlich. Zum einen sind es die erzielten Einnahmen und zum anderen die Kosten für die bauliche Unterhaltung.

Jeder Häuslebauer weiß aus eigener Erfahrung und es ist für jedermann nachvollziehbar, dass ein altes Haus einen größeren Unterhaltungsaufwand erfordert als ein neues. Dieser Sachverhalt gilt für eine hochtechnische Anlage wie ein Freibad in verstärktem Maße. Es ist daher keine Überraschung, dass für das wesentlich ältere Bad in Lübbecke in den Jahren 1993 bis 2001 umgerechnet 278.584,13 € für bauliche Unterhaltung aufgewandt werden mussten, um den Badebetrieb sicherzustellen. In Gehlenbeck waren in diesem Zeitraum nur 148.162,62 € erforderlich, eine Differenz von 130.421,51 €.

Bei den Einnahmen gibt es ebenfalls keine Überraschung. Das erheblich größere Bad in Gehlenbeck wird auch von deutlich mehr Badegästen frequentiert, was zu höheren Einnahmen führt. In Lübbecke wurden von 1993 bis 2001 exakt 301.936,52 € eingenommen, in Gehlenbeck 492.462,64 €. Die Differenz beträgt 190.526,12 €.

Allein aus diesen beiden - für jederman nachvollziehbaren - Positionen, ist der Zuschussbedarf des Lübbecker Freibades in dem Zeitraum von 1993 bis 2001 um 320.947,63 € höher als in Gehlenbeck. 

Es ist verständlich, dass viele Badegäste emotional eng mit dem Freibad Lübbecke verbunden sind. Am betriebswirtschaftlichen Ergebnis ändert das hingegen nichts.

Das detaillierte Zahlenmatieral dieser neun Vergleichsjahre wurde auf Wunsch des Arbeitskreises Bäder in 2002 für dessen Arbeit von der Verwaltung aus der Haushaltsrechnung ermittelt und auch den Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens zur Verfügung gestellt. Es ist unverständlich, dass diese Fakten ignoriert werden.

 

Gerhard Bösch
Bürgermeister