Stadt Lübbecke

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03.02.2005

Blasheimer Markt - Wintertreffen mit Schaustellerverbänden

Blasheimer Markt hat bei Schaustellern hohen Stellenwert

  

Der Ausschuss für den Blasheimer Markt hatte am letzten Dienstag die Vertreter der Schaustellerverbände zum traditionellen Wintertreffen eingeladen. Man traf sich zu einem lockeren Meinungsaustausch im Café „Up'm Vogelpohl“.

 

Die Schaustellerverbände werden dabei durch ihre Vorsitzenden oder andere Vorstandsmitglieder vertreten, in diesem Jahr u. a. durch Wolfgang Michael (Imbissbetrieb auf dem „Blama“) und Udo Osthold (ebenfalls Imbissbetrieb) aus Minden, Thomas Weber (Kinderfahrgeschäft ) und Waldo Parpalioni (Ausspielung „Kentucky Derby") vom Mitteldeutschen Schaustellerverein aus Herford, Peter Schneider (Imbiss) und Dirk Oberschelp (Honigkuchen) aus Bielefeld sowie Werner Robrahn und Ralf Böker (Autoscooter) vom Verband aus Bremen.

 

 

Die Schausteller nahmen die Gelegenheit wahr, um auf die wachsenden wirtschaftlichen Probleme der Schaustellerbranche hinzuweisen. Starke Konkurrenz durch Freizeitparks, eine stetig wachsende Zahl von Stadtfesten und anderen Veranstaltungen und die Feststellung, dass den Marktbesuchern „der Euro nicht mehr so locker sitzt“ sind die wesentlichen Gründe für so manches „Aus“ in der Branche. Aber auch hohe Standgelder, hohe Energiekosten usw. tragen zu den Nöten des Gewerbes bei.

 

 

Deutlich positiver war dagegen das Resume zum letztjährigen Blasheimer Markt. Der hat bei den Schaustellern immer noch einen absolut hohen Stellenwert und gilt allgemein als Highlight „auf der Reise“, wie es im Fachjargon heißt.

 

Die Marktbeschicker finden in Blasheim einen ausgewogen bestückten und branchengerecht gestalteten Jahrmarkt vor, der mit seiner konsequenten Ausrichtung auf ein Familienpublikum Marktbesucher aller Altersgruppen anspricht. Der Umsatz sei zwar branchenunterschiedlich, aber grundsätzlich positiv gewesen, war zu vernehmen - manche sprachen auch vom besten „Blama“ seit vielen Jahren.

 

Lob ernteten die Verantwortlichen der Stadt auch für viele Verbesserungen, die in den letzten Jahren in Angriff genommen wurden. Vor Allem das deutliche Sicherheitsplus durch die Präsenz der Bereitschaftspolizei wurde hervorgehoben, aber auch die Nutzung von Kunststoffbechern an den Ausschankständen („ … besser noch wäre ein Pfandsystem, wie es für die Schaustellerausschankbetriebe üblich ist“) und der Einsatz von Securityunternehmen in den Festzelten und an den Zufahrten sind genannt worden.

 

Aber auch einige Kritikpunkte durften nicht unerwähnt bleiben. Verbandsvertreter, Marktausschuss und die Verwaltung waren sich einig darin, dass es weiterhin großer Anstrengungen bedarf, für noch mehr Sicherheit in der Peripherie des Marktgeländes zu sorgen. Insbesondere die Gärten der unmittelbaren Nachbarn sehen so manchen ungebetenen Besucher. Der Marktauschuss, der sich mit seinem neuen Vorsitzenden Manfred Muth, in einer der nächsten Sitzungen vornehmlich dieser Thematik widmen will, kann sich bei seinen Bemühungen, hier Lösungen zu finden, der uneingeschränkten Unterstützung durch die Schausteller sicher sein. „Wir möchten einen Blasheimer Markt für die Menschen und wollen keine wachsende Verärgerung durch die unliebsamen Begleiterscheinungen“ war dann auch das gemeinsame Fazit von Ausschuss, Marktleitung und Schaustellern.

 

Unliebsame Begleiterscheinungen sind auch die Nichteinhaltung der festgelegten Marktzeiten (jedenfalls für die Anwohner) und der Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Auch das ist demnächst Thema im Ausschuss.

 

Deutliche Kritik wurde seitens der Schausteller an der Medienberichterstattung geübt. Anlässlich eines technischen Defektes an einem Fahrgeschäft sei von einem "Unfall mit Verletzten" geschrieben worden. Seines Wissens, so Werner Robrahn aus Bremen, habe gar keine Verletzung eines Fahrgastes vorgelegen. Auch habe eine Schlagzeile sinngemäß "Tödlicher Unfall beim Blasheimer Markt" gelautet. Dahinter verberge sich ein bedauerlicher Verkehrsunfall eines Marktbesuchers auf dem Heimweg. Schlagzeilen dieser Art könnten beim Publikum einen falschen Eindruck erwecken und man fordere die Presse auf, hier verantwortungsbewusster zu agieren.

 

Man wolle diese Kritik aber nicht als pauschale Presseschelte verstanden wissen, schließlich habe der Markt in der Vergangenheit überwiegend positive Presseresonanz gefunden. Vorschläge zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Medien wurden auch gemacht, so soll es künftig rechtzeitig vor dem "Blama" eine Pressekonferez geben, an der auch Schaustellervertreter teilnehmen.

 

Alle Beteiligten bekräftigten, dass das gemeinsame Treffen von Ausschuss, Verwaltung und Schaustellerverbänden weiterhin ein fester Termin im Kalender sein soll. Die stetige Kontaktpflege sei für die sehr gute Zusammenarbeit nötig.