Stadt Lübbecke

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08.08.2005

Das Museum der Stadt Lübbecke stellt sich mit neuem Konzept vor

In den vergangenen Wochen und Monaten ging es im Museum der Stadt Lübbecke hoch her: Die Magazinräume wurden gesäubert und es wurde damit begonnen, die dort gelagerten Exponate neu zu sichten und zu inventarisieren. Manch verborgene Kostbarkeit kam dabei wieder ans Tageslicht. Die Anfänge der heimatkundlichen Sammlung gehen zurück bis in die frühen 1920er Jahre. Erstmals konnte die Sammlung im Jahre 1926 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Sie war damals im Rathaus am Markt untergebracht. 1932 wurden Räume im Burgmannshof angemietet. Das Museum firmierte seinerzeit unter der Bezeichnung "Kreisheimatmuseum Lübbecke". Schuster Diekmann, Danzelstätte, war der erste Museumskustos. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Pfarrer i. R. Südmeyer die Museumsleitung.

 

Aufgrund vielfach geäußerter Kritik an der Präsentation und dem baulichen Zustand der Museumsräume wurden die finanziellen Voraussetzungen für eine Neukonzipierung geschaffen. Beteiligt waren nach der Kommunalreform der Kreis Minden-Lübbecke, der Landschaftsverband und die Stadt Lübbecke. Bis zur Neueröffnung am 7. Juni 1979 wurde nicht nur ein vollkommen neues Konzept erarbeitet, das Museum ging auch in die Trägerschaft der Stadt Lübbecke über. Das interessierte Publikum konnte sich an einer zeitgemäßen Präsentation erfreuen.

 

Als im Jahre 2004 vom Stadtarchiv Lübbecke damit begonnen wurde, ein Inventar der Museumsbestände zu erstellen, wurde schnell klar, dass die Präsentation nicht mehr zeitgemäß war. Silberschätze und historische Waffen, Trachtenschmuck und das Lübbecker Feuerwehrwesen wurden neben der Inventarisierung in ein neues Konzept eingebunden. Auch über die Zeit des Nationalsozialismus und die Besatzungszeit suchte man bisher vergeblich nach Informationen im Museum. Fossile Funde, Urnengräber, Widukind und die Babilönie wollten ebenfalls neu vorgestellt werden. Schließlich sollte die neue Ausstellung nicht nur über die Lübbecker Geschichte informieren, sondern auch zum Mitmachen und Miterleben längst vergangener Zeiten einladen. Diese Arbeiten wurden von der Öffentlichkeit weitgehend nicht bemerkt.

Vom Ergebnis kann sich jetzt aber jeder überzeugen, denn während des Stadtfestes und Bierbrunnenfestes öffnet das Museum seine Pforten. Das Museumsteam, es wird an beiden Tagen von den Stadtführern des Stadtmarketing Lübbecke e. V. unterstützt, freut sich auf Gäste aus Nah und Fern, auf Alt und Jung. Das Museum ist am Samstag, den 13.08.2005 von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr, und am Bierbrunnen-Sonntag, den 14.08.2005 von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr, geöffnet. Zusätzlich erfüllt die Gruppe Corona Historica am Sonntag den Garten des Burgmannshofes mit mittelalterlichem Leben.

Wer lieber an einem anderen Tag einen Ausflug in die Lübbecker Geschichte unternehmen möchte, eine Gruppenführung, einen Schulausflug oder Ähnliches plant, kann sich zur Terminabsprache mit dem Servicebüro der Stadt Lübbecke (Telefon: 05741/2760) oder mit dem Stadtarchiv Lübbecke (Telefon: 05741/298257) in Verbindung setzen.