Stadt Lübbecke

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Der Mann für alle Fälle

Heinrich Knost als Schulhausmeister in den Ruhestand verabschiedet

Lübbecke. Er war nur rund fünf Jahre Schulhausmeister im Dienst der Stadt, aber in dieser relativ kurzen Zeit hat er die wohl turbulentesten Tage der Lübbecker weiterführenden Schulen durchlebt. Im Beisein unter anderem der Schulleiter Marion Bienen (früher Jahn-Realschule) und Gerhard Witte (Pestalozzischule) sowie des für das Gebäudemanagement zuständigen Dezernenten Dirk Raddy hat Bürgermeister Frank Haberbosch Heinrich Knost als Hausmeister in den Ruhestand verabschiedet.

Heinrich Knost kann auf ein bewegtes Berufsleben zurückblicken. Nach Abschluss an der Stadtschule am Markt sowie der Kreishandelsschule in Espelkamp absolvierte der heute 65-jährige gebürtige Lübbecker seine Ausbildung als Industriekaufmann bei der Firma Otti Jugendmöbel, für die er nach seinem Grundwehrdienst noch viele Jahre tätig war. Nach einigen weiteren beruflichen Stationen kam er als Angestellter einer Lübbecker Gebäudereinigungsfirma für Service- und Hausmeistertätigkeiten in die inzwischen ausgelaufene Jahn-Realschule, wo auch die neugegründete Stadtschule in ihren ersten Jahren zuhause war. Mit Beginn des Jahres 2013 schließlich wechselte er in selber Funktion den Dienst der Stadt Lübbecke.

Als der Kreis Ende September 2015 entschied, einen Lübbecker Schulstandort als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, war von einem auf den anderen Tag der Umzug in die Räume der Pestalozzischule zu organisieren. Nicht nur in diesen bewegten Tagen war neben den Lehrerkollegien vor allem Heinrich Knost der Fels in der Brandung für die Schülerinnen und Schüler. Gleich zwei Mal stand er sofort bereit, als in der neuen Stadtschule am Wiehenweg kurzfristig Vakanzen in der Hausmeisterei zu überbrücken waren. So lobte denn auch Bürgermeister Frank Haberbosch den zukünftigen Ruheständler in einer Feierstunde als „außerordentlich flexiblen und hemdsärmeligen“ Mitarbeiter, der sich als gelernter Kaufmann in die technischen Anforderungen des Berufs „reingefuchst“ und jede Herausforderung angenommen habe.

Heinrich Knost ist verheiratet, Vater zweier Töchter und lebt privat in Espelkamp.