Stadt Lübbecke

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16.11.2017

Feuerwehrplatz-Kastanie muss gefällt werden

Gutachter sieht keine Überlebenschance für brandgeschädigten Baum

Lübbecke. Die durch einen Brandschaden vor etwas über eineinhalb Jahren in Mitleidenschaft gezogene Kastanie auf dem Platz zwischen Scharrnstraße und Steinweg muss nun doch gefällt werden. Das geht aus einem neuen Sachverständigengutachten hervor, das keine Überlebenschance für den Baum sieht und aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Fällung innerhalb von drei Monaten empfiehlt.

In der Nacht vom 11. auf den 12. April 2016 hatten am Stamm gelagerte Wertstoffsäcke gebrannt. Die Flammen waren schnell den gesamten Stamm hochgeschlagen und konnten erst durch die Feuerwehr gelöscht werden, die ein Übergreifen auf die nahestehenden Häuser verhinderte. Ein Verursacher konnte nicht ermittelt werden.

Es formierte sich eine Bürgerinitiative, die die Stadtbild prägende Kastanie erhalten wollte. In Abstimmung mit der Stadt wurde vereinbart, dem Baum eine Chance zu geben. Seither stand der „hölzerne Patient“ unter regelmäßiger Beobachtung der städtischen Baumpfleger. Angesichts des beobachteten Zustandes wurde in Absprache mit der Bürgerinitiative und deren Sprecherin Astrid Beerwinkel eine gutachterliche Untersuchung beauftragt, um die Schicksalsentscheidung für den Baum möglichst transparent zu gestalten. 

Der von der Bürgerinitiative vorgeschlagene Gutachter Michael Birke aus Menden stellte jedoch wie befürchtet fest, dass das Kambium, die Wachstumsschicht zwischen Holz und Rinde, „nahezu vollständig abgestorben“ sei. Sein Urteil: „Der Baum kann daher nicht überleben.“ Spätestens in drei Monaten muss nach dem aktuellen Gutachten der Baum gefällt werden. Eine Ersatzpflanzung an gleicher Stelle ist geplant.