Stadt Lübbecke

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22.11.2005

Flagge zeigen für ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen weltweit!

Anlässlich des Internationalen Tages "Keine Gewalt gegen Frauen", der auf den 25.November fällt, wird auch vor der Lübbecker Stadtverwaltung von Bürgermeisterin Susanne Lindemann die Flagge "Keine Gewalt gegen Frauen" gehisst. Die Fahne als Symbol für Trauer, Freude oder als Überbringerin einer wichtigen Botschaft: Noch immer ist Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit an der Tagesordnung und der Weg zu einem selbstbestimmten Leben lang und steinig.

Jährlich sterben tausende Mädchen und Frauen, weil sie sich verlieben, ihren Partner selbst wählen oder unverheiratet schwanger werden. In streng patriarchalen Gesellschaften wird diesen Frauen vorgeworfen, die Familienehre zu "beschmutzen" und nicht selten werden sie mit brutaler Gewalt bis hin zu Mord bestraft. Laut UN-Bericht werden Mädchen und Frauen in mindestens 14 Ländern im Namen der Ehre unterdrückt, misshandelt, gesteinigt oder kaltblütig ermordet. Die Täter, meist nahe männliche Verwandte, gehen in vielen Fällen straffrei aus.

Auch in Deutschland geschehen Ehrenverbrechen innerhalb von MigrantInnenfamilien. Hatun Sürücü wurde auf offener Straße ermordet. Unter dringendem Tatverdacht: Ihre eigenen Brüder! Der Mord an der 23-jährigen deutsch-türkischen Frau auf offener Straße in Berlin-Neukölln schockierte die Menschen überall in Deutschland. Hatun Sürücü wollte nur selbstbestimmt leben. Es kostete sie das Leben. Dieser so genannte "Ehrenmord" war nicht der einzige in diesem Jahr. Allein in Berlin waren  kurze Zeit zuvor weitere fünf Frauen von Angehörigen ihrer Familie ermordet worden.

Ab Dienstag, wird nun auch vor der Stadtverwaltung Lübbecke eine Fahne mit dem Logo "Keine Gewalt gegen Frauen, frei leben - ohne Gewalt" bis einschließlich Freitag, dem 25.November, wehen.

Die Fahne symbolisiert auch Hoffnung. Seit Beginn der Aktion im Jahre 2001 setzen sich immer mehr  Städte, Gemeinden, Institutionen und Privatpersonen gegen Gewalt an Frauen ein und hissen die Fahne. Auch vor den Rathäusern in Preußisch Oldendorf und Rahden wird am 25. November eine Fahne wehen.

www.frauenrechte.de

 

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