Stadt Lübbecke

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NEIN zu Gewalt an Mädchen und Frauen!

Stadt Lübbecke beteiligt sich am internationalen Aktionstag

Lübbecke. Am Samstag wird die Stadt Lübbecke buchstäblich Flagge zeigen: Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen werden dann auch vor dem Lübbecker Rathaus die Banner der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ gehisst. Bürgermeister Frank Haberbosch, die Gleichstellungsbeauftragte Sarah Lutz und der Personalrat wollen damit ein Zeichen für ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung setzen.

Am 25. November wird weltweit aller Frauen und Mädchen gedacht, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt wurden und werden. Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen Diktator Trujillo wurden sie nach monatelanger Folter am 25. November 1960 vom Geheimdienst des Landes getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

In diesem Jahr widmet sich der Aktionstag unter dem Motto „Mädchen schützen! Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden!“ einer weit verbreiteten und besonders abscheulichen Form der Verletzung des Menschenrechts auf körperliche und psychische Unversehrtheit: Der teilweisen oder vollständigen Entfernung beziehungsweise Beschädigung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane.

Durch Studien dokumentierte Hauptverbreitungsgebiete dieser Praktiken, die von den Ausübenden überwiegend aus der Tradition heraus begründet werden, sind das westliche und nordöstliche Afrika sowie der Jemen, der Irak, Indonesien und Malaysia. Gestützt auf diese Studien, geht das UN-Kinderhilfswerk UNICEF von weltweit mehr als 200 Millionen betroffenen Mädchen und Frauen sowie jährlich rund drei Millionen neuen Fällen aus. Weil das Thema gesellschaftlich tabuisiert ist und man inzwischen weiß, dass auch in anderen Regionen der Welt Mädchen und Frauen genitalverstümmelt werden, liegt die tatsächliche Zahl der Betroffenen wohl erheblich höher.

Die Stadt Lübbecke fordert ihre Bürger und Bürgerinnen auf, ihre Solidarität mit dem Anliegen des Aktionstages zu demonstrieren. Am Samstag bietet sich dazu eine Gelegenheit: Unter dem Hashtag #gegenGewalt sollen an diesem Tag in den sozialen Netzwerken Fotos selbst gebastelter Sprechblasen auf Menschrenrechtsverletzungen aufmerksam machen. Nähere Informationen und eine Bastelanleitung zu der Aktion gibt es auf der Internetseite von „Terre des Femmes“ unter www.frauenrechte.de