Stadt Lübbecke

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23.03.2005

Neue Straßen nach Benedikt Schmidt, Emmy Zehden und Agathe Stille benannt

Der Haupt- und Finanzausschuss hat am 17.03.2005 vier neue Straßennamen vergeben. Drei Straßen wurden nach verdienten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Lübbecke benannt:

  • Benedikt-Schmidt-Straße (südl. Gasstraße, östl. Lortzingstraße)
  • Emmy-Zehden-Weg (südl. Karlstraße, westl. Hermannstraße)
  • Agathe-Stille-Weg (nördl. Kraienhopstraße, östl. Kalberkamp)
  • Am Mühlenbach (Baugebiet Am Osterfeld)

Doch wer waren Benedikt Schmidt, Emmy Zehden und Agathe Stille?

Ratsherr Benedikt Schmidt hat im Dreißigjährigen Krieg sein Leben aufs Spiel gesetzt, um die Stadt Lübbecke vor einer Brandschatzung durch die dänischen Truppen zu retten. Er erklärte sich im Jahre 1627 mit zwei weiteren Ratsherren bereit, sich den Dänen unter Lebensgefahr als Geisel zu stellen, bis die für das Absehen von der Brandschatzung geforderte Lösegeldsumme aufgebracht war.

Emmy Zehden (1900 - 1943) kam in Lübbecke im Haus Nr. 130 als Kind der Eltern Wilhelm Windhorst und Dorothee Wilhelmine, geb. Redeker, zur Welt. Sie hat in den Jahren 1940 - 1942 in Berlin als Anhängerin der Vereinigung Internationaler Bibelforscher drei Wehrpflichtige, die ebenfalls dieser Vereinigung angehörten, durch Gewährung von Unterschlupf und Verpflegung der Erfüllung der Wehrpflicht entzogen. Am 9. Juni 1944 wurde sie hierfür aufgrund eines Urteils des nationalsozialistischen Regimes in Berlin Plötzensee durch das Fallbeil vom Leben zum Tode befördert.

Agathe Stille war wegen ihrer karitativen Tätigkeit bekannt und beliebt. Sie ist die Stifterin der Kirche Frotheim/Isenstedt. Als sie im September 1873 die Stiftung verfügte, war sie alleinige Besitzerin des Gutes Renkhausen.