Stadt Lübbecke

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03.02.2017

Projekt »Westertor« nimmt Fahrt auf

Stadt Lübbecke und HBB schließen Entwicklungsvereinbarung

Lübbecke. Das „Westertor“ ist auf dem Weg: Nach umfangreichen Vorplanungen und Beratungen hat der Rat der Stadt Lübbecke in seiner gestrigen (2. Februar 2017) Sitzung den Startschuss für das ehrgeizige Projekt gegeben, das jetzt im zweiten Anlauf den gewünschten Impuls für die westliche Innenstadt geben soll. Einstimmig bei einer Enthaltung fiel das Votum für die Entwicklungsvereinbarung aus, mit der die Stadt Lübbecke und die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) als Investor und Entwickler das innerstädtische Einkaufsquartier umsetzen wollen. Ziel ist eine Fertigstellung bis Herbst 2020.

Mit dem Neubauprojekt sollen die bestehende Mindernutzung der Deerberg-Immobilie überwunden und die vorhandenen Einzelhandelsverkaufsflächen des zentralen Versorgungsbereiches „Innenstadt“ ergänzt werden, heißt es in der Vereinbarung, die Bürgermeister Frank Haberbosch heute im Beisein des leitenden Projektentwicklers der HBB, Reinhard Mussehl, unterzeichnet hat. Ziel ist eine Stärkung der Attraktivität und der Versorgungsfunktion der Innenstadt.

Nach den Plänen des Düsseldorfer Architekturbüros RKW werden die bestehende und zum Teil leer stehende Bebauung Deerberg sowie das Parkhaus West einem attraktiven, in das Stadtbild eingepassten Baukörper mit rund 7.800 Quadratmetern Bruttogeschossfläche weichen, davon zwischen 5.100 und 5.900 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Auf der unteren Ebene (Höhenniveau Papendiek/Niedernstraße) sollen etwa 2.500 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen, davon mindestens 2.000 Quadratmeter für einen Lebensmittelvollsortimenter. Auf der Höhenebene Lange Straße sind rund 2.600 Quadratmeter Verkaufsfläche aus zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimentsbereichen geplant. Optional können auf einer darüber liegenden Ebene zusätzlich rund 800 Quadratmeter Verkaufsfläche geschaffen werden. Der Flächenzuschnitt ist flexibel gehalten, und auf allen Ebenen ist ergänzend oder alternativ Platz für Gastronomie, Büros und Dienstleistungen.

Der heutige Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) weicht nach den Plänen rund 160 großzügig bemessenen PKW-Stellplätzen. Die Abfertigung des Öffentlichen Personennahverkehrs verlagert sich an den Niederwall. Die Anbindung des Niederwalls an die Bahnhof- und die Niedertorstraße erfolgt mit Kreisverkehren.

Die Niedernstraße wird mit dem Neubau auf Höhe etwa der „Schmiede“ abgebunden, vom Papendiek aus erhält sie eine neue Zufahrt für Liefer- und Anliegerverkehr. Ansonsten wird die Verkehrsführung im Bereich Niedernstraße/Gerichtsstraße nicht berührt, das heißt es bleibt im Interesse auch der Anlieger und Gastronomiebetriebe dort bei dem beschränkten Einbahnstraßenverkehr.

Im Gegensatz zu früheren Planungen, die sich Kritik ausgesetzt sahen, „überdimensioniert“ zu wirken, seien die HBB-Pläne plausibel und städtebaulich attraktiv, bewertet Bürgermeister Frank Haberbosch. „Dieser Entwurf ist das überzeugendste, was wir für diesen Bereich der Stadt gesehen haben, sowohl was den Baukörper an sich betrifft als auch im Hinblick auf die Verkehrsführung. Das passt einfach zu Lübbecke. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, bin ich deshalb zuversichtlich, dass wir mit diesem Projekt ins Ziel kommen werden“, so Haberbosch.

„Wir haben das Marktumfeld analysiert und sind von der Attraktivität des Standortes Lübbecke überzeugt“, sagt HBB-Geschäftsführer Harald Ortner. Auch die Vorgespräche zu Grundstücksgeschäften und Mietverträgen sind nach Angaben des leitenden Projektentwicklers Reinhard Mussehl so verlaufen, dass man seitens der HBB vom Erfolg überzeugt sei. „Das ,Westertor‘ ist machbar, und wir werden alles dafür tun“, so Mussehl.

Architekt Jens Thormeyer betont den Reiz der städtebaulichen Herausforderung: „Lübbecke ist eine organisch gewachsene Stadt mit langer Geschichte, die eine besondere gestalterische Aufmerksamkeit erfordert und verdient. Hier ein innerstädtisches Einkaufsquartier zu planen, ist eine spannende Aufgabe, der wir uns mit Herzblut widmen.“

Mit der jetzt vom Rat beschlossenen und bis zum 31. Oktober 2017 befristeten Entwicklungsvereinbarung verpflichtet sich die HBB, die Planungen in enger Abstimmung mit der Stadt weiter voranzutreiben sowie ein Nutzungskonzept mit konkretem Mieter- und Branchenmix zu entwickeln. Im Gegenzug stellt sich die Stadt Lübbecke exklusiv hinter diese Entwicklung und betreibt keine abweichenden Planungen oder führt andere Gespräche.

Nach Abschluss des jetzt vereinbarten Entwicklungszeitraums werden HBB und der Rat der Stadt Lübbecke dann endgültige Entscheidungen über die Umsetzung des „Westertors“ fällen. Einen positiven Ausgang sowie ein reibungsloses Verfahren für die Schaffung von Planungs- und Baurecht vorausgesetzt, wäre unter Berücksichtigung der notwendigen Bauzeit ein möglicher Termin für die Eröffnung des Einkaufszentrums „Westertor“ der Herbst 2020.

 

Über HBB

Die HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg ist ein inhabergeführtes Unternehmen und seit über 45 Jahren erfolgreich in der Projektentwicklung sowie als Bauträger und Betreiber von Immobilien tätig. Mehr als 35 Einzelhandelsobjekte und Einkaufszentren hat die HBB bundesweit realisiert, viele weitere sind in der Planung oder schon im Bau. 

 

Über RKW Architektur +

RKW Architektur + gilt als eines der erfolgreichsten deutschen Architekturbüros und ist seit 60 Jahren prägend an der Entwicklung zeitgenössischer Wohn- und Arbeitswelten beteiligt. 1950 von Helmut Rhode in Düsseldorf gegründet, wird das Büro heute von einer Generationen übergreifenden Gemeinschaft aus neun Gesellschaftern geleitet. Von drei innerdeutschen Standorten aus agiert RKW weltweit. Vom Einfluss auf den Charakter der Architektur zeugen über 100 Preise in nationalen und internationalen Wettbewerben und zahlreiche Auszeichnungen für vorbildliche Bauten.