Stadt Lübbecke

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10.05.2017

Streit auf der Stadtmauer

Neuer Beitrag in der Rubrik „Stadtgeschichte“

Lübbecke. Dass handgreifliche Auseinandersetzungen keine Erfindung der Moderne sind, dürfte bekannt sein. Wie und mit welchen Folgen sie sich im 17. Jahrhundert abgespielt haben, darüber geben Dokumente Aufschluss, die im Archiv der Stadt Lübbecke schlummern. Einen solchen Fall hat Stadtchronist Helmut Hüffmann jetzt aufgearbeitet: Am 12. März 1629 wurde vor dem Lübbecker Stadtgericht in der Sache des Cord Volmerding gegen seinen Rottmeister Alert Hanenkamp verhandelt. Volmerding hatte Klage wegen körperlicher Verletzung erhoben. Nach Aussage von Volmerding hatte Hanenkamp die Wache auf der Stadtmauer verlassen und „sich so doll folgesoffen“, dass Volmerding ihm nach der Rückkehr Vorhaltungen mit den Worten gemacht, dass es „Ihme nicht gebuhre Von der wacht Zu gehen und die Stadtgesellen allein Zu laßen“. Das war für Hanenkamp Vorwurf genug, um auf Volmerding einzuschlagen. Er habe, wie es im Protokoll heißt, „Vom ledder gezogen“. Volmerding versuchte, sich zu verteidigen, wurde aber gegen einen Stein gestoßen, fiel zu Boden und wurde unter den Schlägen Hanenkamps so stark verletzt, dass er wochenlang das Bett hüten musste.

Den vollständigen Artikel des Stadtchronisten Helmut Hüffmann können Sie hier nachlesen.