Stadt Lübbecke

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18.01.2005

Susanne Lindemann zieht eine positive Bilanz der ersten 100 Tage als Bürgermeisterin

99 Tage nach ihrer Wahl hat Susanne Lindemann gestern eine positive Bilanz ihrer ersten drei Monate Amtszeit gezogen. Trotz des Machtwechsels habe es keinen politischen Stillstand gegeben, sagte die Bürgermeisterin und fügte hinzu: "Es gibt keinen Grund sich auf dem Erreichten auszuruhen."

 Der neue Job habe für sie eine große persönliche Umstellung bedeutet, sagte Lindemann. Sie habe keinerlei Schonfrist gehabt. Den motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sei sie zu Dank verpflichtet. Sie hätten es möglich gemacht, dass der Wechsel weitgehend reibungslos abgelaufen sei. Auf der "Habenseite" könnten als wichtigster Posten die zu einem glücklichen Abschluss geführten Verhandlungen über die Stromnetzübernahme verbucht werden: "Damit haben wir finanziell und politisch die Weichen für eigenen Gestaltungsspielraum gestellt."

Sie habe das Gefühl, dass ihre Interpretation des Amtes als Moderatorin im Rat zu einer Klimaverbesserung geführt habe. Auch die wieder eingeführte Bürgersprechstunde werde gut angenommen und schlage sich in neuen Impulsen und Ideen für die weitere Arbeit nieder. Bei der Entwicklung der Verwaltung hin zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb mit flachen Hierarchien sei Lübbecke auf einem guten Weg. Hier könne sie auf der Arbeit ihrer beiden Amtsvorgänger aufbauen. 

Neben der Umsetzung der Ratsbeschlüsse durch die Verwaltung sehe sie ihre Aufgabe vor allem darin, die Menschen zum Mitmachen zu motivieren. Als thematische Schwerpunkte habe sie sich eine Ausweitung der Bürgerbeteiligung und die Stadtentwicklung gesetzt, die auch personell gestärkt werden solle. Durch Konzentration und Reorganisation der im Bauamt anfallenden Aufgaben sollten Kapazitäten freigeschaufelt werden. Lindemann: "Da sind dicke Bretter zu bohren."

Von der neuen Ratskoalition aus SPD, Grünen und LK wünsche sie sich "den Willen und die Ausdauer, zum Wohle der Stadt zu arbeiten". Ihre Aufgabe sei es nicht, nach der Farbe der Parteibücher zu schielen, sondern "nach Leuten Ausschau zu halten, die mit anpacken wollen".

Die Signale, die sie von Ratsmitgliedern aus allen politischen Lagern, aus der Wirtschaft und von den Bürgerinnen und Bürgern empfange, stimmten sie zuversichtlich. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass eine überwältigende Mehrheit an sachlichen Lösungen für die Probleme der Stadt interessiert und bereit sei, die Ärmel aufzukrempeln. "Das ist eine gute Grundlage für erfolgreiche Arbeit auch in Zeiten knapper Kassen", sagte die Bürgermeisterin.