Stadt Lübbecke

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27.12.2018

Lübbecke trauert um Christoph Stallmann

Wehrführer der Feuerwehr in der Nacht auf Mittwoch 59-jährig verstorben

Lübbecke. Mit großer Bestürzung hat die Stadt Lübbecke die Nachricht vom Tod ihres Wehrführers, Stadtbrandinspektor Christoph Stallmann, aufgenommen. Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr starb in der Nacht auf den 2. Weihnachtsfeiertag plötzlich und unerwartet in seinem Haus in Lübbecke.

Stallmann war 1977 im Alter von 17 Jahren in die Feuerwehr eingetreten. Nach 20 Jahren Dienstzeit wurde er im Mai 1998 zum Wehrführer ernannt. Zuletzt war die Ernennung im Jahr 2016 für weitere sechs Jahre bis 2022 verlängert worden. Für sein herausragendes Engagement wurde Christoph Stallmann vielfach ausgezeichnet. So war er Träger der Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in silber (2001) und gold (2011) sowie des silbernen Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes (2010) und der Fluthelfer-Nadel des Landes Sachsen-Anhalt (2014).

Mit Christoph Stallmanns Namen untrennbar verknüpft sind die Reformen und Initiativen der zurückliegenden Jahrzehnte, die die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr sichergestellt und mit ihr die Sicherheit der Lübbecker Bürgerinnen und Bürger spürbar verbessert haben. Dabei ist „Stalli“, wie er liebevoll genannt wurde, auch ungewöhnliche Wege gegangen, etwa zuletzt im Frühsommer, als er im Angesicht der Flächen- und Waldbrandgefahr aufgrund der Dürre ein Bündnis mit örtlichen Landwirten schmiedete, um im Fall der Fälle auf ihre Tankfahrzeuge zurückgreifen zu können.

Bürgermeister Frank Haberbosch äußerte sich tief betroffen: „Stalli war das Herz und das Gesicht unserer Feuerwehr. Wir haben einen Freund verloren, der wie kaum jemand anderer sein Leben in den Dienst der Allgemeinheit gestellt hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr, für die es der schmerzlichste Verlust sein muss, den man sich vorstellen kann.“