Stadt Lübbecke

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09.10.2018

Auf E-Bikes zu den »Knackpunkten« im Radverkehr

Radverkehrsschau: Polizei, Bau- und Verkehrsbehörden nehmen Verkehrssituation für Zweiradfahrer in den Blick

Lübbecke. Wer am Montag auf Lübbeckes Straßen unterwegs war, hat sich vielleicht über eine sonderbare Gruppe von Verkehrsteilnehmern gewundert. Zehn Radfahrer in Warnwesten, alle im flotten Tempo auf den gleichen schmucken Kompaktfahrrädern unterwegs – und nicht etwa zu den Sehenswürdigkeiten des Lübbecker Landes, sondern gezielt vor allem Kreuzungsbereiche von Straßen ansteuernd. Angehörige der Polizei, Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau, der Bezirksregierung und des Kreises, der örtlichen Verkehrsbehörde und des Bereichs Tiefbau haben im Rahmen der turnusmäßigen Radverkehrsschau vor Ort Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrssituation diskutiert.

Die Durchführung von Verkehrsschauen vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Dabei sollen für den Radverkehr relevante Orte gezielt im Rahmen einer eigenen Betrachtung überprüft werden. Ziel ist, die Verkehrssituation für Radfahrer vor allem unter Sicherheitsaspekten zu verbessern und dabei aktuellen Entwicklungen etwa im Verkehrsaufkommen oder durch Neuregelungen der Verkehrsführung Rechnung zu tragen.

Die Stadt Lübbecke nimmt bei ihren Bemühungen um die Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit neben eigenen Erkenntnissen und Hinweisen der Polizei gezielt auch Anregungen ihrer Bürgerinnen und Bürger auf, um sie direkt vor Ort zusammen mit Verkehrsexperten zu diskutieren. Besichtigt wurden diesmal neben einigen Schauplätzen in der Innenstadt auch bekannte Knackpunkte im Industriegebiet und im Ortsteil Blasheim.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden sich an einigen Stellen unmittelbar in konkreten Maßnahmen niederschlagen. So herrschte etwa Einigkeit darüber, dass die städtischen Planungen zur Anlage eines beidseitigen Schutzstreifens auf der Fahrbahn zwischen der Ampelkreuzung Jockweg/B239 und dem Kreisverkehr Heuweg/Industriestraße am besten geeignet erscheinen, die Situation für Radfahrer in diesem Bereich zu verbessern.

Der seit einigen Jahren anhaltende Trend zu elektrifizierten Fahrrädern schlägt sich zunehmend im gestiegenen Anteil von E-Bikes und Pedelecs im Verkehrsaufkommen nieder. Um den damit einhergehenden veränderten Anforderungen an die Radverkehrswegeplanungen gerecht zu werden, ist die örtliche Verkehrsbehörde in Kooperation mit dem renommierten Zweiradhersteller Isy-Bikes jetzt erstmals neue Wege gegangen – oder besser: hat sie befahren. Vom Hüllhorster Unternehmen mit Rädern und Helmen ausgestattet, wurde die Radverkehrsschau erstmals im Sattel von E-Bikes bestritten.

Vor rund 10 Jahren hat die heimische Zweiradschmiede mit ihrer Neuinterpretation des 20-Zoll-Kompaktrades eine Marktnische erobert, für die sich lange kaum jemand interessierte. Das Isy, das mit seiner besonderen Rahmengeometrie für Fahrer beinahe jeder Größe geeignet ist, hat seitdem zahlreiche Designpreise eingeheimst und für sich einen festen Platz auf dem Zweiradmarkt. Die Stadt Lübbecke selbst ist seit zwei Jahren mit zwei elektrifizierten Isy-Bikes als Dienstfahrrädern unterwegs.