Stadt Lübbecke

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Neuigkeiten von vor 100 Jahren

„Zeitensprünge – Lübbecke 1921“ erscheinen am kommenden Wochenende

Lübbecke. Von vielen bereits sehnsüchtig erwartet, ist ab dem kommenden ersten Adventswochenende die aktuelle Ausgabe der jährlich erscheinenden Reihe „Zeitensprünge“ zu haben, die sich mit den Ereignissen in Lübbecke vor 100 Jahren befasst. Unter Mitwirkung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer hat das Stadtarchiv einen 72-seitigen Band zusammengestellt, der neben der Transkription der Lübbecker Stadtchronik wieder zahlreiche Auszüge aus dem Lübbecker Kreisblatt und Fotos aus den Lübbecker Ortsteilen enthält.

Wie bereits in den Vorjahren bildet die Stadtchronik die Grundlage der „Zeitensprünge“. Die sind, auch weil erst Mitte der 1930er Jahre nachträglich zu Papier gebracht, lückenhaft und dem damaligen Zeitgeist entsprechend nationalistisch eingefärbt. Trotzdem zeichnen sie das Bild einer Epoche des Umbruchs nach dem Ersten Weltkrieg, in dem die Not allgegenwärtig war, es aber schon vereinzelte Lichtblicke gab.

Neben der Stadtchronik widmen sich die „Zeitensprünge“ auch diesmal wieder in Aufsätzen besonderen archivarischen Fundstücken und herausragenden Ereignissen. Aus Anlass des Jubiläums „900 Jahre Gehlenbeck“, das eigentlich im vergangenen Jahr groß hätte gefeiert werden sollen, aber leider weitgehend der Pandemie zum Opfer gefallen ist, ist der Ortsteil gleich mit zwei Aufsätzen vertreten: Friedhelm Heckemeyer nimmt die Gründung des heutigen Volkschores vor 100 Jahren in den Blick, und Christel Droste widmet sich den lukullischen Genüssen aus dem Dorf, in dem sich 1921 unter anderem der Vorgängerbetrieb der Bäckerei Oltersdorf, die Bäckerei Nollkämper, etablieren konnte.

Jörg Räker beleuchtet die Geschichte des Lübbecker Zollamts, das vor allem wegen des Aufschwungs der Tabakfabriken nach dem Krieg alle Hände voll zu tun hatte. Ferner gibt es einen Auszug aus den Erzählungen „Die fernen Inseln. Aus den Tagen der Kindheit.“ des in Lübbecke geborenen Dichters Karl Röttger zu lesen und einige der im Verlag von Friedrich Werneburg herausgegebenen Federzeichnungen von Bodo Freiherr von der Horst mit Motiven aus dem Lübbecker Land anzuschauen.

Erhältlich sind neben der aktuellen Ausgabe auch weiterhin die „Zeitensprünge“ Jahre 1914 bis 1920 zum Preis von je 5 Euro in der Bücherstube Lübbecke, dem Servicebüro der Stadtverwaltung, in der Mediothek (Altes Rathaus) und natürlich im Stadtarchiv am Wiehenweg.

Das Archiv kündigt zudem an, dass die geplante Publikation „900 Jahre Gehlenbeck – Erzähl’ mir deine Geschichte!“ voraussichtlich noch in diesem Dezember erscheinen wird.