Stadt Lübbecke

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Neues aus dem Jahr 1920

„Zeitensprünge – Lübbecke 1920“ erscheinen am nächsten Wochenende

Lübbecke. Von vielen bereits sehnsüchtig erwartet, ist ab kommenden Freitag, 27. November die aktuelle Ausgabe der jährlich erscheinenden Reihe „Zeitensprünge“ zu haben, die sich mit den Ereignissen in Lübbecke vor 100 Jahren befasst. Unter Mitwirkung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer hat das Stadtarchiv einen 76-seitigen Band zusammengestellt, der neben der Transkription der Lübbecker Stadtchronik wieder zahlreiche Auszüge aus dem Lübbecker Kreisblatt und Fotos aus allen Lübbecker Ortsteilen enthält.

Wie bereits in den Vorjahren bildet die Stadtchronik die Grundlage der „Zeitensprünge“. Obwohl tatsächlich erst Mitte der 1930er Jahre nachträglich zu Papier gebracht und dem damaligen Zeitgeist entsprechend nationalistisch eingefärbt, ist die Chronik Zeugnis einer Epoche des Umbruchs, in der die junge Republik buchstäblich am seidenen Faden hing. Der Lüttwitz-Kapp-Putsch war zwar schon nach vier Tagen beendet, scheiterte letztlich aber weniger am von Gewerkschaften und SPD organisierten demokratischen Widerstand als vielmehr an der Weigerung der Ministerialbürokratie, den Anordnungen der Putschisten Folge zu leisten. Der landesweite Generalstreik erfasste kurzzeitig auch Lübbecke.

Neben der Stadtchronik widmen sich die „Zeitensprünge“ auch diesmal wieder in Aufsätzen besonderen archivarischen Fundstücken und herausragenden Ereignissen. So stellt Erika Müller das Lübbecker Wanderbuch „Ich fahr´ in die Welt“ von Richard Schmolze vor, und Ulla Karic erinnert an die Gründung des Lübbecker Finanzamts vor 100 Jahren. Ulrich Baumann beleuchtet die damals am Stadtrand entstehende Siedlung „Am Eckerngarten“, deren erste Häuser im Oktober 1920 bezogen werden konnten. Stadtarchivarin Christel Droste schließlich steuert unter dem Titel „Druckfrisch und tagesaktuell!“ einen Aufsatz zur Geschichte des Lübbecker Kreisblattes und der Familie Werneburg bei.

Erhältlich sind neben der aktuellen Ausgabe auch weiterhin die „Zeitensprünge“ Jahre 1914 bis 1919 zum Preis von je 5 Euro in der Bücherstube Lübbecke, dem Servicebüro der Stadtverwaltung, in der Mediothek (Altes Rathaus) und natürlich im Stadtarchiv am Wiehenweg.