Stadt Lübbecke

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Freibad wird zur Parkanlage mit Großspielplatz

Startschuss für die Landschaftsbauarbeiten an der Obernfelder Allee

Lübbecke. Nach umfangreichen Vorarbeiten, die im letzten Winter mit der Rodung des Wildwuchses begonnen hatten, nimmt die Umgestaltung des ehemaligen Freibades an der Obernfelder Allee jetzt Fahrt auf. Am kommenden Montag sollen die Landschaftsbauarbeiten beginnen, die dem Gelände neues Leben als innerstädtisches Naherholungsgebiet mit Angeboten für alle Generationen einhauchen sollen.

Wer in diesen Tagen durch die Obernfelder Alle kommt, wird sich angesichts eines gewohnten und zugleich bizarren Anblicks vielleicht die Augen reiben. Inmitten des bis auf die Substanz zurückgebauten ehemaligen Freibades steht einsam der Sprungturm in alter Pracht da, als sei er gerade erst fertiggestellt worden. Einzig das umlaufende neue Geländer lässt vermuten, dass hier kein neues Freibad entsteht, sondern ein altes einem neuen Zweck zugeführt wird.

Von Grund auf saniert und mit frischem Anstrich versehen, erfüllt der denkmalgeschützte Turm nach Jahren des Dornröschenschlafs jetzt wieder eine der Bestimmungen, die ihm auch für die Zukunft zugedacht ist: ein Hingucker zu sein. Die andere Funktion ist gleichsam das Gegenteil davon. Über eine neue Treppenanlage zugänglich gemacht, wird der „Dreier“ zukünftig als Aussichtsplattform dienen.

Um ihn herum wartet noch eine Menge Arbeit, die in den nächsten Monaten hauptsächlich von dem Mindener Landschaftsbauunternehmen Rasche getan werden will. Das große Becken muss verfüllt und baulich dafür vorbereitet werden, eine Rasenfläche zu beherbergen. Der Beckenrand wird zur Sitzstufenanlage, die neuen Wegeverbindungen werden ausgekoffert und geschottert. Im Herbst sollen dann die Spielflächen für Kinder verschiedener Altersstufen sowie die Sport- und Erholungsareale für Jugendliche und Erwachsene ausgebaut werden.

Geplant ist eine landschaftlich-natürliche Gestaltung als „Brückenelement“ zwischen Innenstadt und dem nahen Wiehengebirge. Ein schonender Umgang mit dem Baumbestand und seine Integration in die Planung sollen dazu beitragen, einen harmonischen  Naturerlebnisraum mit Freiräumen für zukünftige Entwicklungen und Platz zum Ausleben von Individualsportarten zu schaffen.

Die Pläne des Büros wbp Landschaftsarchitekten aus Bochum stellen zudem in Form und Gestaltung vielerorts Bezüge zum historischen Erbe als Freibadgelände her. Dazu werden etwa die Durchschreitebecken erhalten und ein „Geschichtsfenster“ gebaut, an dem die urprüngliche Erscheinung des Beckenrandes sichtbar werden wird.