Stadt Lübbecke

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Freibad Gehlenbeck öffnet zum letzten Mal in seiner bisherigen Form

Sanierung beginnt unmittelbar nach Saisonende / Anpassungen bei Wasserbeheizung und Öffnungszeiten

Lübbecke. Wenn am kommenden Montag, 16. Mai, das Gehlenbecker Freibad seine Tore für die Badegäste öffnet, beginnt eine rund dreimonatige Abschiedsvorstellung. Nach Abschluss der Saison Ende August wird das Bad bekanntlich aufwendig saniert werden. Geplant ist eine Veränderung der Beckenstruktur, verschiedene neue Elemente zur Steigerung der Attraktivität, darunter mehrere Rutschen, sowie eine Erneuerung der gesamten Wassertechnik. Die Erwärmung des Badewassers wird zukünftig autark und CO₂-neutral über eine Solarthermie-Anlage erfolgen. An kalten Tagen, an denen die Sonneneinstrahlung allein nicht ausreicht, wird die Anlage durch eine Wärmepumpe unterstützt, die ihren Strom wiederum aus einer Photovoltaikanlage bezieht. „Wie goldrichtig dieser Schritt war, zeigt die aktuelle Energiekrise“, sagt WBL Geschäftsführer Dirk Raddy.

Für die anstehende Saison folgt die Lübbecker Politik der Empfehlung des Bundes und versucht schon jetzt, Energie einzusparen. „Dafür werden wir in der ersten Betriebswoche nicht heizen und darauf setzen, dass die hoffentlich warmen Außentemperaturen das Wasser erwärmen. Ab dem 23. Mai werden wir innerhalb der Saison die Beckenwassertemperatur auf mindestens 21 °C halten“, so Bäderbetriebsleiter Frank Knickmeier. Diese Absenkung um rund zwei Grad gegenüber dem Vorjahresniveau soll den Bedarf an fossiler Energie erheblich senken, ohne den Komfort der Badegäste zu sehr einzuschränken.

Darüber hinaus werden auch die Öffnungszeiten leicht verändert. Weil die wöchentliche Grundreinigung jeweils am Montag stattfinden wird, öffnet das Bad an diesem Tag erst um 13 Uhr. Montagabends steht den Vereinen das Bad ab 18.30 Uhr zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. Von Dienstag bis Sonntag sind Öffnungszeiten fortan einheitlich und kundenfreundlich: 6.30 Uhr bis 10 Uhr sowie 11 Uhr bis 19 Uhr. Auch auf die Bedürfnisse der Vereine wird mehr eingegangen.

Längere oder zusätzliche Öffnungen sind aufgrund der Personalsituation aktuell nicht möglich. Angespannt ist die Lage vor allem bei den Rettungsschwimmern, die noch dringend benötigt werden. „Hier hat Corona doppelt zugeschlagen“, erläutert der Bäderbetriebsleiter. Neben den ungewissen Beschäftigungsverhältnissen in den letzten beiden Jahren habe die DLRG kaum Ausbildung betreiben können. „Diese Aushilfen fehlen uns jetzt im Bad“, so Knickmeier, der darauf hinweist, dass Interessierte sich direkt im Bad melden können. Die Anforderungen: Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein und ein DLRG-Rettungsschwimmabzeichen in Silber sowie eine Erste-Hilfe-Ausbildung nachweisen können, jeweils nicht älter als drei Jahre.

Unverändert bleiben die Preise. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr zahlen 1,50 Euro. Ermäßigte Einzelkarten kosten 2,- Euro und Erwachsene zahlen 3 Euro. 11er-Karten mit einer Gültigkeit von zwei Jahren, gibt es für Kinder zum Preis von 15 Euro, ermäßigt für 20 Euro sowie für Erwachsene zum Preis von 30 Euro. Die im Jahr 2021 eingeführte 20er-Saisonkarte, die eine Nutzung des Bades für die jeweiligen Besucher nutzungsabhängiger abbildet, kostet für Kinder 18 Euro, Ermäßigte zahlen 24 Euro und Erwachsene 36 Euro. Diese Karten können jedoch nur in der Saison 2022 genutzt werden.

Corona-bedingte Einschränkungen wie in den letzten Jahren gibt es aktuell nicht. „Wir freuen uns auf eine weitgehend normale Saison mit hoffentlich vielen Sonnentagen und zahlreichen Besuchern, vielleicht auch aus Espelkamp“, so Frank Knickmeier.