Stadt Lübbecke

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Neuigkeiten von vor 100 Jahren

„Zeitensprünge: Lübbecke 1922“ erschienen

Lübbecke. Alle Jahre wieder: Inzwischen beinahe so gewohnt und von manchem fast so sehnsüchtig erwartet wie die Adventszeit selbst, ist das jährliche Erscheinen der „Zeitensprünge“ des Stadtarchivs. Ab sofort ist die aktuelle Ausgabe verfügbar, die sich mit den Ereignissen in Lübbecke 1922 befasst.

Unter Mitwirkung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer ist ein 76-seitiger Band entstanden, der neben der Transkription der Stadtchronik wieder zahlreiche Auszüge aus dem Lübbecker Kreisblatt und Fotos aus allen Ortsteilen enthält.

Wie gewohnt bildet die Chronik die Grundlage zur Einordnung der „Zeitensprünge“. Darüber hinaus nehmen Aufsätze die Geschehnisse von vor 100 Jahren und Parallelen zu aktuellen Entwicklungen in den Blick. Der Aufsatz von Friedhelm Heckemeyer widmet sich der Geschichte des Gedenkens an die Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkriegs in Blasheim und wirbt dabei darum, nicht dem Krieg, sondern dem Frieden das Wort und einen Raum des Gedenkens und Mahnens zu geben.

Lebensmittel- und Energieknappheit, der Aufruf zur Solidarität aller Teile der Bevölkerung sowie die Schaffung staatlicher und kommunaler Hilfsangebote für in Not Geratene beschäftigte die Menschen damals wie heute. Sabrina Trucks geht dem in ihrem Beitrag nach und stellt fest: 1922 ist es den Menschen gelungen, die Herausforderungen zu bewältigen.

Welche Entwicklungen aus einer Krisenzeit heraus möglich sind, machen die Beiträge von Brigitte Kütemeier und Karl-Jürgen Kemmelmeyer zur Geschichte der Lübbecker Kammgarnspinnerei deutlich, die in den Jahrzehnten nach ihrer Ansiedlung in Lübbecke tausenden Menschen eine persönliche und wirtschaftliche Perspektive geboten hatte. Schließlich nimmt Christel Droste in einem Nachruf Abschied vom kürzlich im Alter von 90 Jahren verstorbenen langjährigen Lübbecker Stadtarchivar und Ehrenbürger Helmut Hüffmann.

Erhältlich sind die „Zeitensprünge: Lübbecke 1922“ in der Bücherstube Lübbecke, dem Servicebüro der Stadtverwaltung, in der Mediothek (Altes Rathaus) und natürlich im Stadtarchiv am Wiehenweg. Neben der aktuellen Ausgabe gibt es auch weiterhin die „Zeitensprünge“ der Jahre 1914 bis 1921 zum Preis von je 5 Euro.