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Neues von vor 100 Jahren

„Zeitensprünge 1925“ erscheinen zum 1. Advent

Lübbecke. Im Jubiläumsjahr 2025 wurde auf sehr vielfältige Weise „1250 Jahre Hlidbeki“ gefeiert. Vor 100 Jahren, zum 1150-Jährigen Jubiläum also, war das ganz anders. Mit keinem Wort ging der Stadtchronist damals auf die Ersterwähnung Lübbeckes zum Jahre 775 ein. Stattdessen widmete er sich anderen Themen, etwa der Wahl des Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten, dem 60-jährigen Bestehen des Männerturnvereins, der sommerlichen Hitze mit großer Wasserknappheit, dem Bau der Landwirtschaftsschule an der Kaiserstraße und der Begeisterung der Bevölkerung für Zeppeline.

Hinzu kamen Berichte über kulturelle Veranstaltungen. Sogar das gegen Adolf Hitler gerichtete Verbot, in Preußen als Redner in öffentlichen Versammlungen oder bei sonstigen öffentlichen Veranstaltungen aufzutreten, wurde in der Chronik vermerkt.

Ergänzt um zahlreiche Zeitungsartikel und Fotos bieten die „Zeitensprünge: Lübbecke 1925“ neben dem eigentlichen Chroniktext wieder eine bunte Mischung über das damalige Leben. Wer etwa hätte gewusst, dass es seinerzeit das erste Radio in Nettelstedt gab und wer Schützenkönig in Blasheim war?

Zusätzlich finden sich Aufsätze zu Themen, die 1925 ihren Anfang nahmen und die Bevölkerung bis heute prägen. So gehen Berthold Brinkmeier und Lothar Röhr anhand der 1925 gegründeten Gewerbebank, heute Volksbank PLUS, der Geschichte des genossenschaftlichen Bankwesens nach.

Uwe Feldmann erinnert daran, wie der Fußball nach Lübbecke kam und welche Entwicklung der FC Lübbecke nahm. Darin wird er unterstützt von Ernst Ober-Entgelmeier, der als Zeitzeuge auf die Verbindung zwischen dem FC und den Anfängen der Städtepartnerschaften mit Bayeux und Tiszakécske verweist.

Caroline C. Limprecht schließlich greift mit der einstigen Gaststätte „Wittekindsruh“ in Obermehnen nicht nur ein damals beliebtes Ausflugsziel auf, sondern auch den Umgang mit einem Steinadler aus dem Wiehengebirge. Die Themenvielfalt, die das Stadtarchiv Lübbecke zusammengetragen hat, ist also wieder groß.

Seit 2014 gibt das Stadtarchiv Lübbecke jährlich „Zeitensprünge“ heraus, die einen abwechslungsreichen Blick auf die Ereignisse in Lübbecke vor 100 Jahren eröffnen. Die aktuelle sowie die Ausgaben der Vorjahre sind wie gewohnt für 5,00 € in der Bücherstube, im Servicebüro des Rathauses, in der Mediothek (Altes Rathaus) und im Stadtarchiv am Wiehenweg erhältlich. Verkaufsbeginn ist der 29. November, dadurch bietet sich die Zeitschrift als schöne Nikolausüberraschung oder als Weihnachtspräsent an.